Warum Hub42
Das Marketing-Problem
lässt sich nicht mit mehr Marketing lösen.
Ich komme aus der Logistik. 3PL, Omnichannel, Fulfillment — ich kenne das System von innen.
Was ich dort gelernt habe: Die Marketing-Kosten steigen jedes Jahr. CAC explodiert. Und am Ende fließt der Großteil des Budgets an drei Plattformen — Amazon, Google, Meta — statt dorthin wo der echte Wert entsteht: beim Hersteller.
Das System ist nicht kaputt. Es ist für die Falschen optimiert. Wer das größte Marketing-Budget hat, kommt ins Regal. Wer Margen zugunsten von Listungsgebühren opfert, kommt ins Regal. Wer Lebensmittelzusätze einsetzt die Haltbarkeit und Marge erhöhen statt Geschmack — kommt ins Regal. Wer ein wirklich gutes Produkt macht, nicht unbedingt.
Die Frage die mich nicht losgelassen hat: Wie löst man das cleverer — ohne das Marketing abzuschaffen, aber ohne es zur Eintrittskarte zu machen?
Hub42 sorgt dafür, dass nicht der lauteste, sondern das beste Angebot sich durchsetzt. Denn unabhängige Hersteller stehen heute zwischen zwei Systemen, die beide gegen sie arbeiten: Im klassischen Handel entscheiden Listungsgebühren, Handelsmargen, Volumenanforderungen und Verhandlungsmacht darüber, was sichtbar wird. Nicht zwingend das bessere Produkt gewinnt, sondern das Produkt mit Zugang zu Regalfläche und Werbebudget.
Online war lange der Ausweg aus dieser Abhängigkeit. Doch auch dieser Kanal ist für viele D2C-Marken inzwischen teuer und schwer planbar geworden: Meta, Google und Amazon bestimmen, wer Reichweite bekommt; steigende Akquisekosten, Versandkosten und Retouren fressen den Vorteil des Direktvertriebs auf. Aus dem Margendruck des Handels wurde ein Werbedruck im Onlinekanal.
Hub42 schafft den dritten Weg: provisionsfreie stationäre Retail-Infrastruktur für unabhängige Hersteller. Marken mieten Regalbreite in einer hochfrequentierten Mall, behalten Preis- und Datenhoheit, verkaufen zu ihrer eigenen UVP und zahlen keine Handelsmarge. Die Ware bleibt bis zum Verkauf Eigentum des Herstellers; Hub42 betreibt Store, Kasse, Tasting und Analytics — und verdient ausschließlich über Infrastruktur.
Hub42 setzt diese Idee als Kommissionsmodell nach § 383 HGB um. Hersteller buchen Regalbreite in Zentimetern, liefern Ware auf Kommission und bleiben bis zum Verkauf Eigentümer der Produkte. Zusätzlich zur Produktfläche erhält jede Marke physische Kommunikationsfläche am Regal: Produktstory, Herkunft, Gründerhintergrund, QR-Code und Tasting-Hinweise. Hub42 übernimmt Standort, Store-Betrieb, Kasse, Warenpflege, Tasting, Abrechnung und Datenreporting. Der Umsatz entsteht nicht aus Handelsmargen, sondern aus monatlicher Regalmiete, einer Handling-Fee pro verkaufter Einheit und optionalem Pro Analytics. So wird stationärer Vertrieb für Hersteller planbar, günstig und datenbasiert — ohne Listungsgebühr, ohne Zwischenhändler und ohne Abhängigkeit von Performance-Marketing.
Hub42 ist nicht als Bühne für wenige große Marken gedacht, sondern als Infrastruktur für viele unabhängige Hersteller gleichzeitig. Zielgruppe sind starke Online-Marken mit erklärungsbedürftigen Produkten, eigener Community und stationärem Vertriebsbedarf. Die Flächenlogik begrenzt Konzentrationsrisiken: Keine einzelne Marke soll mehr als 10 % der Gesamtfläche belegen. So bleibt Hub42 kuratiert, vielfältig und unabhängig von einzelnen Ankermarken.
Shopping-Center sind für Hub42 kein zusätzlicher Kundentyp, sondern der strategische Infrastrukturpartner. Für Betreiber entsteht ein Retail-Format, das Flächen produktiv nutzt, das Sortiment verjüngt und Online-Reichweite in stationäre Frequenz übersetzt. Viele unabhängige Online-Marken haben eigene Communitys, aber keinen stationären Ort. Hub42 bündelt diese Communitys in einer Mall und schafft zusätzliche Besuchsanlässe durch Launch-Events, Tastings, Creator-Content und Social-Media-Aktivierung. Das Center liefert die Grundfrequenz — Hub42 macht daraus kuratierte Interaktion.
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